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Erfolgsfaktoren Agiles Arbeiten

Lessons learned – Agiles Arbeiten nutzbar machen

Die agile Arbeitsweise kann als aktuell höchste Form der Entwicklung von Organisationen betrachtet werden. Gleichzeitig tun sich viele Unternehmen noch sehr schwer, die Prinzipien der agilen Arbeit tatsächlich mit Leben zu füllen. Woran liegt das? Ausgehend von verschiedenen Erfahrungen der Autoren und vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Veränderungsprozessen werfen die Autoren einen Blick darauf, was es braucht, die Vorteile der neuen Arbeitsweise tatsächlich zu nutzen.

Von RA Adrian Schweizer / Dr. Karsten Engler / Rainer Wawrzik

Agilität, quo vadis?

Seit einigen Jahren werden auch in Europa immer häufiger agile Arbeitsprozesse in der Wirtschaft eingeführt. Spotify in Luxemburg und die INGBank in den Niederlanden waren die Pionierunternehmen. Es folgten Bosch, Adidas, die Commerzbank und unzählige andere. Was macht diesen Hype aus?

Seit dem Übergang von der Dienstleistungsgesellschaft zur Informationsgesellschaft mit weltweiter Vernetzung und real-time-Verfügbarkeit fast jeder Information, erleben wir eine nie dagewesene Dynamik und Komplexität des Marktumfelds. Man spricht von einer volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen (VUCA) Welt, auf die wir zusteuern. Die Führung eines Unternehmens top-down durch einzelne „allwissende“ Manager wird damit zum Hochrisiko. Unternehmen können deshalb auf Dauer nur überleben, wenn sie lernen, ihre gesamten Intelligenzen zu vernetzten, kundenorientierter, schneller und flexibler zu planen, zu produzieren und zu liefern. Nokia und Kodak, zwei Unternehmen, denen genau das nicht gelungen ist, können als Negativbeispiele dienen.

Die agilen Methoden als systemisch-holistischer Ansatz (vgl. Abbildung 1) verheißen, die Unternehmen grundlegend an die VUCA-Welt anzupassen. Die Manager sollen lernen, das produktorientierte, fremdverantwortlich und fähigkeitenorientierte Vorgehen des bisherigen Projektmanagements durch kundenorientiertes, selbst- und kompetenzorientiertes, sprich agiles Handeln/Managen zu ersetzten. Dazu werden die Unternehmen aufgefordert, neu in kleinen flexiblen Teams mit Kundenbeteiligung und kurzen Rückkopplungszirkeln zu arbeiten. Herkömmliche Projektarbeit, in welcher das Produkt in monatelanger Arbeit „in splendid isolation“ entwickelt und als Ganzes abgeliefert wurde, um dann festzustellen, dass es nicht mehr den Bedürfnissen des Kunden entspricht und in endlosen Schleifen nachgebessert werden musste, gehört der Vergangenheit an. Ebenso die Gerichtsprozesse wegen misslungener Projekte mit Forderung in der Höhe von Dutzenden oder Hunderten Millionen.

Abbildung 1

[Artikel aktuell in Veröffentlichung – weitere Details gerne auf Anfrage]